Voxpublica - Rumänien | Dienstag, 21. September 2010
Rumänischer Protest gegen Banken ein Wunder
In Rumänien hat rund ein Fünftel der Bevölkerung in den vergangenen Jahren einen Kredit aufgenommen. Nun gibt es Ärger um eine Dringlichkeitsverordnung der Regierung, die Banken künftig Gebühren auf Kredite verbietet. Die Banken wollen dieses Geld nun anderweitig einnehmen, wogegen mehrere tausend Bankkunden klagen. Außergewöhnlich findet das Costi Rogozanu im Blog Voxpublica: "In den vergangenen Wochen ist ein Wunder geschehen. Es ist eine authentische Protestbewegung gegen die Banken entstanden. Angesichts der Agonie der Gewerkschaftsführer, die es nicht schaffen, die Leute [gegen die Sparmaßnahmen] auf die Straße zu holen, freut es mich einmal mehr, dass doch einmal etwas passiert ist. Nach dem tausendsten Missbrauch von zigtausend Menschen sind diese aufgewacht und versuchen nun zu kämpfen. Weniger in der traditionellen Form des Protests, sondern mit Rechtsanwälten. ... Dieser September hat einen Grund zur Freude: Es ist das erste Mal nach vielen Jahren, dass sich etwas in Sachen Rebellion und Solidarität tut."
» zum ganzen Artikel (externer Link, rumänisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » Innenpolitik, » Finanzmärkte, » Banken, » Rumänien
Alle verfügbaren Texte von » Costi Rogozanu
» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 21. September 2010