La Repubblica - Italien | Dienstag, 21. September 2010
Leere Versprechen der Reichen
Die Erfüllung eines Millenniumsziels obliegt allein den reichen Ländern, doch die begnügen sich zu oft mit leeren Versprechen, kritisiert die linksliberale Tageszeitung La Repubblica. Vor allem Italien: "Unter den Millenniumszielen gibt uns Punkt 8 zu denken und bringt uns auf. Hier ist von 'globaler Partnerschaft für Entwicklung' die Rede und vom Versprechen der reichsten Länder, darunter natürlich Italien, bis 2015 0,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes für die 'öffentliche Entwicklungshilfe' zu bestimmen. Das BIP mag kein Glücksmesser sein, aber in dem Fall hilft es uns, den Einsatz der Regierungen für das zu messen, was ihre Prioritäten sein sollten. Hier steht Italien mit 0,1 Prozent ... an vorletzter Stelle, nur noch vor Südkorea. ... Vielleicht sind unsere großen Staatsmänner nicht in der Lage zu begreifen, dass eine Welt, in der die Armut besiegt wird, eine bessere Welt ist, die allen zugute käme. ... Man kann mit wenig viel tun, Italien tut gar nichts."
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