Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | Donnerstag, 7. Oktober 2010
Abrüstung in Zeiten der Handelskriege
Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Südkorea sieht vor, für Dienstleistungen, Industrie- und Agrarprodukte Zölle und andere Handelshindernisse bis 2016 abzuschaffen. Die konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung ist voll des Lobes: "Während hier und da schon die Rüstungen angelegt werden für Währungs- und Handelskriege und die Gefahr des Protektionismus so abstrakt nicht mehr ist, starten die Union und Südkorea ein Gegenprogramm. Selbst wenn nicht alle Branchen es bejubeln - die Europäer werden den Austausch mit diesem asiatischen Industrieland ausweiten. Die handelspolitische Bedeutung des Abkommens erschließt sich auch in der Wirkung auf andere: Japan, immerhin drittgrößte Volkswirtschaft der Welt, will nicht abgehängt (oder benachteiligt) werden und ebenfalls eine Freihandelsvereinbarung mit der EU schließen. Puristen mögen über diesen Bilateralismus die Nase rümpfen; aber solange es kein globales Handelsabkommen gibt, ist jede Liberalisierung willkommen. Nicht zuletzt, wenn dadurch die europäisch-asiatischen Verbindungen ausgeweitet werden."
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