De Standaard - Belgien | Freitag, 8. Oktober 2010
EU muss Umweltschutz strenger überwachen
Bei der Untersuchung der Giftschlammkatastrophe in Ungarn muss die Europäische Union auch ihre Rolle kritisch untersuchen, meint die Tageszeitung De Standaard: "Vor allem in den neuen Mitgliedsstaaten Mitteleuropas darf die Kommission nicht davon ausgehen, dass Umweltgruppen schon die Alarmglocken läuten werden. Die grüne Bewegung ist dort noch zu schwach, um diese Rolle allein zu spielen. Die Kommission selbst muss als - strenger - Kontrolleur auftreten. Das ist ihre Aufgabe. ... In der europäischen Gesetzgebung gibt es noch zu viele große Lücken. Zu oft gelingt es mächtigen und gut organisierten Gruppen, ob in der Wirtschaft oder in der nationalen Politik, Schlupflöcher in diesem Regelwerk zu finden. Und allzu oft steht das allgemeine Interesse erst nach einer Katastrophe im Mittelpunkt. ... Es gibt keine bessere Art, die Bürger für Europa zu gewinnen, als die Rolle des strengen Hüters des allgemeinen Interesses einzunehmen."
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