Delo - Slowenien | Dienstag, 12. Oktober 2010
Demokratisches Experiment in Kirgistan
Kirgistan steht nach der Parlamentswahl von Sonntag und dem Ende des Präsidialsystems vor einer schwierigen Regierungsbildung, schreibt die Tageszeitung Delo: "Das Demokratie-Experiment in Kirgistan ist mehr oder weniger sich selbst überlassen und sein Schicksal ist ungewiss. Die Hauptgründe dafür liegen in dem fehlenden demokratischen Fundament und der langjährigen Tradition einer starken Präsidentenfigur, die zwar autoritär, aber gleichzeitig ein recht zuverlässiger Garant für Stabilität ist. Die westlichen Überbringer der Demokratie wollen oder können das nicht verstehen. Wie zum Trotz hat bei der Wahl die nationalistische Partei Ata-Schurt, die sich für die Aufhebung der Verfassungsänderungen und die Rückkehr eines starken Präsidenten einsetzt, die meisten Stimmen bekommen. Das bedeutet, die erste parlamentarische Demokratie in Zentralasien könnte von kurzer Dauer sein."
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