Sme - Slowakei | Mittwoch, 13. Oktober 2010
Ungarn gängelt Wirtschaft nach Giftschlamm-Unglück
Die ungarische Regierung hat eine Gesetzesänderung durch das Parlament gebracht, derzufolge die havarierte Aluminiumfabrik unter staatliche Verwaltung gestellt werden kann. Nach Meinung der liberalen Tageszeitung Sme ist das ebenfalls eine Katastrophe: "Das Gesetz, das Unternehmen im Falle von nicht näher beschriebenen Katastrophen unter staatliche Kontrolle stellt, würde nicht einmal in Simbabwe verfassungskonform sein. Der 11. Oktober wird somit in die Geschichte unserer Nachbarn als Tag der neuerlichen Verstaatlichung eingehen. ... Zweifellos tragen Eigentümer und Management der Aluminiumfabrik Verantwortung für das Geschehen. Aber auch die Kampagne, ja fast schon Psychose, die Premier Orbán und seine ihm treue Medieninfanterie gegen die Führung der Firma entfesselt haben, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch der ungarische Staat Schuld trägt. ... Der Premier leistet mit seiner Programmatik einer antikapitalistischen und unternehmensfeindlichen Atmosphäre Vorschub."
» zum ganzen Artikel (externer Link, slowakisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Unternehmen, » Wirtschaftspolitik, » Ungarn
Alle verfügbaren Texte von » Peter Schutz
» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 13. Oktober 2010