Latvijas Avīze - Lettland | Dienstag, 19. Oktober 2010
Lettlands Russenpartei zeigt wahres Gesicht
Lettlands Premierminister Valdis Dombrovskis hat die Gespräche mit der Partei der russischen Minderheit Harmoniezentrum über die Bildung einer Koalition beendet und will stattdessen mit anderen Partnern eine Regierung bilden. Trotzdem war es sinnvoll, mit Harmoniezentrum zu sprechen, meint die Tageszeitung Latvijas Avīze: "Dombrovskis erklärte, die Voraussetzung für eine Zusammenarbeit sei eine Einigung in einigen fundamentalen Fragen, beispielsweise der Status des Lettischen als einzige Amtssprache, die Anerkennung der Tatsache der [sowjetischen] Besatzung und die Gestaltung der Beziehungen zu Russland. Damit hat er Harmoniezentrum gezwungen, Farbe zu bekennen, nachdem die Partei im Wahlkampf stets ausweichend reagierte. Als Antwort ließ die Partei nur wissen, sie werde sich voraussichtlich nicht an einer Regierung beteiligen. ... Dabei würden die Antworten auf die Fragen viele Menschen in Lettland interessieren. Wenn Harmoniezentrum sie aber nicht geben will, hat sie auch nichts in der Regierung verloren."
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