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Público - Spanien | Dienstag, 19. Oktober 2010

Ramón Cotarelo über den Rechtsextremismus in Europa und in Spanien

Im Gegensatz zum restlichen Europa kommt Spanien ohne rechtsextreme Parteien aus, weil die konservative Volkspartei Partido Popular (PP) im Grunde rechstextrem ist, meint der Politologe Ramón Cotarelo in der linken Tageszeitung Público: "In jüngster Zeit beobachtet man ein Wiedererstarken der rechtsextremen Parteien in Europa. ... Nur in Großbritannien und Spanien sind die Rechtsextremen in den jeweiligen konservativen Parteien integriert, wenn auch auf unterschiedliche Art: in Großbritannien als Randerscheinung, in Spanien in der Parteiführung. So ist es seit der Entstehung der spanischen Partei, als diese mit der Partei der Mitte, der UCD, um einen Platz im Spektrum kämpfte. Erst als diese unterging, erhielt die PP etwa fünf Millionen Stimmen aus der moderaten Rechten und der Mitte, die bislang für die Partei gestimmt hatten, die den Übergang Spaniens [in die Demokratie] gesteuert hatte. Es ist also nicht so, dass die Rechtsextremen in einer Mitte-Rechts-Partei integriert sind, sondern es ist die rechte Mitte, die in einer rechtsextremen Partei integriert ist, die von einem Exminister Francos gegründet wurde."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 19. Oktober 2010

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