Le Quotidien - Luxemburg | Dienstag, 19. Oktober 2010
EU braucht solidarische Wirtschaftspolitik
Eine weitere Wirtschaftskrise kann die EU nur überstehen, wenn sich die Mitgliedstaaten auf eine gemeinsame Wirtschaftspolitik verständigen, meint die Tageszeitung Le Quotidien: "Letztlich sind die unterschiedlichen Positionen der Mitgliedstaaten [in wirtschaftspolitischen Fragen] nicht wichtig. Was ins Auge sticht, ist ihr Mangel an Solidarität untereinander. Weil Kriege den europäischen Kontinent im 20. Jahrhundert übel zugerichtet hatten, war es notwendig, durch eine stabile Union dauerhaften politischen Frieden zu schaffen. ... Heute ist der Krieg auf wirtschaftlicher Ebene an der Tagesordnung und diese Ära begünstigt Konflikte. Wenn Europa wirklich mit der Zeit geht und die Union retten will, sollte es schnellstens eine solidarische und einheitliche Wirtschaftspolitik auf die Beine stellen, ohne die es niemals über die nötige kritische Masse verfügen wird, um eine erneute Wirtschaftskrise zu überleben."
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