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La Repubblica - Italien | Mittwoch, 20. Oktober 2010

Roberto Saviano über fehlende Meinungsfreiheit in Italien

Die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt Rai hat die Vertragsverhandlungen für die politische Hintergrundsendung Vieni via con me (Brich mit mir auf) des Mafiaroman-Autors Roberto Saviano verzögert - wegen angeblich zu hoher Honorarforderungen der Teilnehmer. Saviano kritisiert die Begründung in einem offenen Brief an den Rai-Generaldirektor Mauro Masi in der linksliberalen Tageszeitung La Repubblica: "Die Rai hat in den vergangenen Monaten alles daran gesetzt, unsere Arbeit zu boykottieren. ... Wir stehen vor einem Paradox: Eine Anstalt, die nicht die Kraft hat, die Sendung zu kippen, setzt alles daran, damit sie schlecht läuft und so die Einschaltquoten auf ein Minimum zu reduzieren. ... Offenkundig machen die Inhalte unserer Sendung Angst. Doch wir sind nicht bereit, über diese zu verhandeln, darin besteht unsere Freiheit. In diesem Klima und bei einem Sender, der sich gegen uns stellt und mit aller Macht Mittel, Raum und Möglichkeiten einschränkt, können und wollen wir nicht arbeiten. Die Voraussetzungen, um auf Sendung zu gehen, sind nicht gegeben."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 20. Oktober 2010

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