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Le Figaro - Frankreich | Donnerstag, 21. Oktober 2010

Warum Franzosen gerne protestieren

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hat am Mittwoch die Räumung der Protestblockaden von Reformgegnern vor den Treibstoff-Depots angeordnet. Die konservative Tageszeitung Le Figaro erklärt, warum Reformen und Sparmaßnahmen in Frankreich zu massiveren Protesten als in anderen Ländern führen: "Überall schlägt die Krise zu. Sie macht Angestellte arm und zwingt Regierungen zu Rosskuren. Doch nirgendwo sonst - außer in Griechenland - haben die Sparpläne so heftige Abwehrreaktionen hervorgerufen wie bei uns. Das hat sicher damit zu tun, dass die französischen Eliten seit langem unfähig sind, eine Pädagogik des Wandels zu entwickeln. Die Franzosen ruhen sich auf den Errungenschaften eines sozialen Modells aus, das in der Nachkriegszeit entstanden ist und das sie ungern in Frage gestellt sehen. ... Hinzu kommen noch zwei andere nationale Besonderheiten: Gewerkschaften, die nur bestimmte Berufsgruppen vertreten und eine sozialistische Partei ..., die niemals wirklich zur Sozialdemokratie übergegangen ist."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 21. Oktober 2010

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