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Magyar Narancs - Ungarn | Donnerstag, 21. Oktober 2010

Orbáns unsoziale Wirtschaftspolitik

Ungarns Premier Viktor Orbán hat am Montag seinen zweiten wirtschaftspolitischen Aktionsplan vorgelegt. Die Vorhaben sind unsozial, meint das linksliberale Wochenmagazin Magyar Narancs: "Die Einführung der einheitlichen Einkommensteuer, die ... in zwei Jahren 16 Prozent betragen wird, und die Erhebung einer Sondersteuer für bestimmte Wirtschaftbereiche wird zwei Gruppen besonders treffen. ... Auf der einen Seite den unteren Mittelstand ... auf der anderen Seite die Großunternehmen, die sich mehrheitlich in ausländischem Besitz befinden. Die Zeche für die Erhebung einer Sondersteuer werden aber generell all jene zahlen, die ein Bankkonto haben, mobil telefonieren und im Geschäft Wurst kaufen. Denn dass die geschröpften Banken, Telekom-Unternehmen und Handelsketten ihre Verluste mit erhöhten Preisen kompensieren werden, ist absehbar. ... Die pauschale Einkommensteuer wird insbesondere den gehobenen Mittelstand und die Reichen begünstigen. Außer Frage steht auch, dass die massive Senkung der Körperschaftsteuer der Privatwirtschaft sehr entgegenkommt."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 21. Oktober 2010

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