Dziennik Gazeta Prawna - Polen | Freitag, 22. Oktober 2010
China setzt US-Währungspolitik unter Druck
Chinas Wirtschaft ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum im dritten Quartal um 9,6 Prozent gewachsen. Dabei hat die chinesische Zentralbank die einheimische Währung Yuan systematisch abgewertet, um den eigenen Export anzukurbeln. Die alte Wirtschaftsmacht USA wird gezwungen sein, diese aggressive Währungspolitik der Chinesen zu übernehmen, glaubt die konservative Tageszeitung Dziennik Gazeta Prawna: "Die USA haben sich gegenüber der chinesischen Politik der künstlichen Abwertung des Yuan als machtlos erwiesen. Weder der königliche Empfang der chinesischen Führer in Washington noch die Drohung, den chinesischen Import mit Zöllen zu bestrafen, haben hier geholfen. Beijing ist aus der Krise als Weltsupermacht hervorgegangen, der die US-Amerikaner nicht viel entgegen zu setzen haben. Jetzt ist das Weiße Haus gezwungen, die chinesische Geschäftspolitik zu übernehmen. ... Und das wird zum selben Ergebnis führen: Die USA werten den Dollar künstlich ab, um wirtschaftliche Probleme auf andere abzuwälzen."
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