Sme - Slowakei | Montag, 25. Oktober 2010
Propagandakrieg gegen die USA
Wenig begeistert von den neuen Enthüllungen der Plattform Wikileaks zum Irak-Krieg zeigt sich die liberale Tageszeitung Sme: "Diese Art der Information ist nicht sonderlich glücklich. Was sie enthüllt, macht das Geschehene nicht besser, es kann aber neues Böses hervorrufen. ... Soldaten werden immer etwas verschweigen. Aber die Vorstellung, dass ein Anarchist und seine Mitarbeiter an die 400.000 Seiten Dokumente fachmännisch redigieren, ist eher zweifelhaft. Sicher muss man aber auch nichts bagatellisieren. Dass Folterung von Gefangenen tägliche Praxis der irakischen Polizei ist, vor denen die US-amerikanische Führung die Augen verschließt, sollte Anlass zu einer großen Untersuchung sein. ... Im Prinzip gilt, was wir seit der ersten Veröffentlichung über Afghanistan wissen: Ja, Krieg ist schrecklich. ... Die Dokumente bestätigen, dass die USA die 'irakische Freiheit' nicht im Griff haben, was im Propagandakrieg, in dem Wikileaks ein bedeutender Akteur ist, die Stimmung gegen die USA und den Westen verstärken wird. Was daran gut sein soll, ist nicht klar."
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