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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Dienstag, 26. Oktober 2010

Härte zeigen in Verhandlungen

Die EU darf in den Beitrittsverhandlungen mit Serbien keine Kompromisse eingehen, meint die linksliberale Süddeutsche Zeitung: "Es gibt gute Gründe, Serbien näher an die Europäische Union heranzuführen. Wer einen friedlichen Balkan will, der kommt an Belgrad nun mal nicht vorbei. Europa hat hier also ein massives Interesse. Aber es sollte sich davor hüten, um des lieben Friedens willen wegzuschauen und politische Rabatte zu gewähren. Wohin es führen kann, zeigen die Beispiele Rumänien und Bulgarien. … An ihrer Aufnahme wird die EU nun eine Weile zu leiden haben. ... Wenn Serbien nicht zu einem weiteren Rumänien oder Bulgarien für die EU werden soll, dann muss von nun an hart und unnachgiebig verhandelt werden. Serbien gehört langfristig gewiss in die EU. Aber erst dann, wenn es mit seinen Nachbarn und mit sich selbst in Frieden lebt, seine Kriegsverbrecher ausgeliefert und in seinem Innern demokratisch und rechtsstaatlich verfasst ist."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 26. Oktober 2010

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