Corriere del Ticino - Schweiz | Dienstag, 26. Oktober 2010
Währungskrieg bedroht EU
Der weiterhin schwache Dollar und die Aussicht auf eine lockere Geldpolitik der US-Notenbank haben am Montag für eine gute Stimmung an den US-Börsen gesorgt. Doch die EU droht dadurch im Währungskrieg zwischen die Fronten zu geraten, meint die liberale Tageszeitung Corriere del Ticino: "Beim ruckartigen Abfall einer starken Währung gibt es generell auf der anderen Seite einen Puffer, der den Schlag auffängt. Bis heute hat neben Japan und einigen Schwellenländern vor allem Europa den Schlag des niedrigen Dollar-Kurses abbekommen mit einem gegenüber dem Dollar sprungartig gestiegenen Euro. Auf Dauer will jedoch niemand die Rolle des Puffers spielen. ... Vor allem die Eurozone wird entscheiden müssen, in welche Richtung sie ihre Pfeile lenkt. ... Sie kann weiterhin den USA zur Seite stehen … und die Aufwertung des chinesischen Yuan fordern. Oder sie kann Druck auf die USA ausüben, damit diese der Abwertung des Dollar-Kurses ein Ende machen. Im Stillstand drohen der Eurozone Nachteile an beiden Fronten."
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