Delo - Slowenien | Freitag, 5. November 2010
Hoffnung für Serben und Kroaten
Serbiens Präsident Boris Tadić hat sich bei seinem historischen Besuch in der ostkroatischen Stadt Vukovar am Donnerstag für das Massaker serbischer Truppen vor 19 Jahren entschuldigt. Die slowenische Tageszeitung Delo sieht darin ein positives Signal: "Auch wenn viele darauf beharren werden, dass Tadićs Handeln für die Überwindung des großen Schmerzes nicht ausreicht, den die Bewohner Vukovars empfinden, hat Serbiens Präsident doch einen wichtigen Schritt zur Normalisierung der Beziehungen zwischen beiden Ländern getan. ... Tadićs versöhnliches Bündnis mit seinem kroatischen Amtskollegen Ivo Josipović, der keine Probleme damit hat, kroatische Verbrechen einzugestehen, weckt die Hoffnung, dass es sich dabei nicht nur um eine Episode handelt und dass diese Politik, das zu Frieden und Miteinander führt, fortgesetzt wird. ... Es ist zwar kein Schritt, der die Folgen der Kriegswirren auf magische Weise vertreiben könnte, doch es wird sicherlich all das erleichtern, was sich die beiden Präsidenten wünschen und erhoffen."
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