La Repubblica - Italien | Freitag, 12. November 2010
EU ringt sich zu Hedgefonds-Regulierung durch
Das EU-Parlament hat am Donnerstag verschärfte Regeln für Hedgefonds-Geschäfte beschlossen. Hedgefonds-Manager müssen sich künftig nach EU-einheitlichen Standards bei nationalen Regulierungsbehörden registrieren lassen. Das Regelwerk ist ein Kompromiss, meint die linksliberale Tageszeitung La Repubblica: "Paris plädierte für eine strengere Regelung. London, wo der Großteil der europäischen Hedgefonds-Geschäfte abgewickelt wird, fürchtete, dass eine zu scharfe Regulierung eine Kapitalflucht in andere Länder wie die Schweiz bewirkt hätte, die außer Reichweite der Kontrollen der neuen EU-Wertpapieraufsichtsbehörde Esma liegen. London setzte nicht zuletzt auf Druck der USA eine Rettungsklausel durch, nach der ausländische Fondsmanager auch ohne die Zulassung per 'EU-Pass' noch weitere drei Jahre in EU-Mitgliedsstaaten tätig sein können. ... Das Parlament hatte bereits nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers die Einführung einer Hedgefonds-Regelung gefordert. Doch erst jetzt, da die G20 für eine größere Transparenz eintreten, hat sich Europa zu einer Richtlinie durchgerungen."
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