Le Quotidien - Luxemburg | Donnerstag, 18. November 2010
EU kann Märkte nicht beruhigen
Irland hat sich nun dazu bereit erklärt, Finanzhilfen im Rahmen des EU-Rettungsschirms in Anspruch zu nehmen. Die Tageszeitung Le Quotidien fragt nach der Fähigkeit der Gemeinschaft, die Stabilität in Europa sicherzustellen: "Vor einigen Monaten noch, als Griechenland in einer ernsthaften Wirtschaftskrise versank, die die gesamte Eurozone zum Einsturz zu bringen drohte, sträubten sich die Europäer gegen die Hilfe und das Geld, die der Internationale Währungsfonds (IWF) anbot, um die Krise zu beenden. Aus Angst davor, dass die übrige Welt sie als unfähig betrachten würde ihre eigenen Probleme zu lösen, haben sie letztendlich zugestimmt. Nun, da Irland kurz vor dem Bankrott steht, ist eine europäische Delegation gemeinsam mit dem IWF nach Dublin geflogen. ... Ist Europa also unfähig dazu, für seine eigene Stabilität zu sorgen? Sicherlich nicht. Es scheint aber nicht dazu in der Lage zu sein, die Märkte zu beruhigen."
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