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Standart - Bulgarien | Mittwoch, 17. November 2010

Bulgaren verkennen Wert ihres Weltkulturerbes

Mit einer Unterschriftenaktion wollen Einwohner der antiken bulgarischen Hafenstadt Nessebar ihren Heimatort von der Unesco-Weltkulturerbeliste nehmen lassen. Grund sind die begonnenen Abrissarbeiten der staatlichen Bauaufsicht von nicht genehmigten Anbauten und Läden, die ihnen touristische Einnahmen einbrachten. Die Tageszeitung Standart wundert sich über die Dummheit und Gier der Nessebarer: "Es gibt also Leute, die für eine kleine Dachstube, ein zusätzliches Stockwerk und den Mieteinnahmen daraus bereit sind auf Geschichte, Staat und Kultur zu spucken. Sie machen es sich einfach: Wenn die Unesco unseren Stall bedroht, dann soll die Unesco weg, damit der Stall bleibt. Es ist wirklich zum Davonlaufen. Denn hier schreit nicht der arme Bürger auf, sondern die alte Hauswirtin, die jeden Sommer gutes Geld von dummen Touristen kassiert. Und ihr kommt nicht mal in den Sinn, dass ihr Gästezimmer ohne die antiken Kirchen in der Altstadt nichts wert ist."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 19. November 2010

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