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Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | Montag, 22. November 2010

Neues Zeitalter für Nato und Russland

Die Nato und Russland haben auf dem Gipfel in Lissabon eine strategische Partnerschaft geschlossen, die auch eine gemeinsame Raketenabwehr zum Ziel hat. Das ist ein durchweg historisches Abkommen, meint die konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung: "So kurios es angesichts früherer Debatten über das Verhältnis von Offensive und Defensive in der Nuklearstrategie klingt: ohne Abrüstung bei den Angriffssystemen wird es keine gemeinsame Aufrüstung bei der Raketenverteidigung geben. Die Hinwendung zu Letzterer stellt tatsächlich eine historische Wende dar: Erstmals strebt die Nato die Fähigkeit an, 'unsere Bevölkerung und unser Territorium gegen einen Angriff mit ballistischen Raketen zu schützen'. Das heißt im Klartext, dass die Verbündeten nicht mehr in ausreichendem Maße an die Macht der Abschreckung glauben, jedenfalls nicht im Verhältnis zu Regimen wie dem iranischen. ... Gemeinsame Sorgen haben die Nato und Russland also mehr als genug. Beide müssten sich noch daran erinnern können, dass nichts so sehr eint wie ein gemeinsamer Feind."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 22. November 2010

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