Adevărul - Rumänien | Mittwoch, 24. November 2010
Wer an Bücher kommt, der liest
Die Gaudeamus-Buchmesse in Bukarest ist mit einem Besucherrekord zu Ende gegangen: 100.000 Menschen waren gekommen. Die Tageszeitung Adevărul wundert das nicht: "In vielen kleinen Städten und in einigen Vierteln von Großstädten existieren keine Buchhandlungen mehr, aber dass der Zugang zu Büchern heutzutage so kompliziert ist, erregt kaum Besorgnis. Wenn die Buchhandlungen ... Spielhöllen weichen mussten, haben wir schnell eine kapitalistische Erklärung zur Hand: 'Sie wurden geschlossen, weil sie nicht rentabel waren.' Doch hat sich irgendeiner darum gekümmert, dass sie rentabel sind? Nein. Wir sind Meister im Auflösen und Zerstören sowie exzellente Spezialisten im Lamentieren. Aber gerade deshalb stehen wir oft neben der Wahrheit und der Wirklichkeit. Die Buchmesse hat vor allem eines gezeigt: Wenn man Zugang zu Büchern schafft, kaufen und lesen die Leute. Wir sollten mit dem ewigen Klagen ... aufhören."
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