La Repubblica - Italien | Donnerstag, 25. November 2010
Integration der Finanzmärkte nötig
Irland muss nun drastische Haushaltskürzungen hinnehmen, doch eine frühere Vereinheitlichung der Finanzmärkte hätte den Zusammenbruch des Bankenwesens verhindert, meint die linksliberale Tageszeitung La Repubblica: "Die großen irischen Banken erscheinen nicht mehr ganz so groß, wenn man sie im Verhältnis zum gesamten Bruttoinlandsprodukt der Euro-Zone sieht. Angesichts der Krise muss der Prozess der europäischen Integration der Finanzmärkte und der staatlichen Hilfen verstärkt fortgesetzt werden. Den Bürgern und Regierungen scheint dies wie ein Verzicht auf die nationale Eigenständigkeit. Aber das ist es nicht im Geringsten. Es ist ein Weg, um sich der Diktatur der großen Banken und Finanzinstitute zu entziehen. Die Vereinheitlichung verwandelt Riesen in Zwerge, und sie wappnet die Entscheidungsträger gegen die mehr oder minder expliziten Erpressungsversuche der Finanzinstitute. Und die Vereinheitlichung ermöglicht finanzielle Eingriffe zu Gunsten der realen Wirtschaft und von Arbeitsplätzen und nicht zu Gunsten der Finanzinstitute."
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