Sega - Bulgarien | Mittwoch, 24. November 2010
Sarkozy stärkt Bulgariens Mafia
Indem Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy den Schengenbeitritt Bulgariens und Rumäniens erst nach einem deutlichen Rückgang der Korruption erlauben möchte, verschafft er der Mafia in den beiden EU-Staaten einen unschätzbaren Vorteil, schreibt die Tageszeitung Sega: "Niemand hat ein größeres Interesse daran, Bulgarien und Rumänien an der EU-Peripherie in einer Art Grauzone zu belassen, als die Mafia. Indem Sarkozy die Frage des Schengenbeitritts vom guten Willen der Mafiosi abhängig macht, gibt er ihnen einen willkommenen Anreiz, weiter gegen die fortschreitende Integration ihrer Länder vorzugehen. Denn je vitaler die Mafia ist, desto geringer werden die Chancen Bulgariens und Rumäniens, den EU-Kontrollmechanismus im Bereich Justiz und innere Sicherheit loszuwerden und damit dem grenzfreien Schengenraum beizutreten, in dem sie wesentlich strenger beobachtet würden. Durch die Isolation der beiden Länder wird die Korruption an ihren Grenzen kein bisschen zurückgehen, denn sie würde im Dunkeln bleiben."
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