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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Freitag, 26. November 2010

Russland hofft wieder auf WTO-Beitritt

Der russische Premier Wladimir Putin strebt ein Freihandelsabkommen mit der EU an. Zuvor will er der EU durch einen Beitritt zur WTO entgegenkommen, den das Land seit 17 Jahren anpeilt. Russlands wirtschaftliche Öffnung kann sich politisch positiv auswirken, meint die linksliberale Süddeutsche Zeitung: "Russland hat sich für eine Modernisierung entschieden. Denn langfristig hat das Land mehr zu gewinnen als zu verlieren. Der russische Alltag wird dominiert von Autos aus dem Westen und aus Fernost, von Kühlschränken, Lampen und Shampoo aus Europa. Das Land produziert fast nichts. Wenn Russland neue Technologien entwickeln will, muss es erst einmal welche ins Land holen. Dazu muss Moskau Anreize geben, freundlich sein. ... Die Mitgliedschaft in der WTO, angesteuert für das nächste Jahr, wird für Russland neue Maßstäbe setzen. Das große Land muss sich mehr denn je Regeln unterwerfen, einbinden, Souveränitäten abgeben. Dafür kann es langfristig neue Freiheiten gewinnen. Ob dies auch die Demokratie fördern wird, ist ein anderes Thema. So schnell sicher nicht."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 26. November 2010

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