La Repubblica - Italien | Freitag, 26. November 2010
Italiens Bürger wachen auf
In Italien haben am Donnerstag erneut Studenten, Schüler und Professoren gegen geplante Sparmaßnahmen im Hochschulsektor protestiert. In Florenz kam es dabei zu Auseinandersetzungen zwischen Studierenden und der Polizei, in Rom wurde das Kolosseum besetzt, in Pisa der schiefe Turm. Die Proteste zeigen, dass die Menschen endlich aus der Lethargie erwacht sind, schreibt die linksliberale Tageszeitung La Repubblica: "Es hieß, dass es nur ein Volk gebe, in direktem und permanentem Dialog mit dem Anführer. Doch nun kehrt der Bürger zurück. Der Aufmarsch der sozialen Akteure sprengt den Alleingang der politischen Macht, die nur zu sich selbst zu sprechen droht, die Ideen und Personen wie Nummern behandelt ohne Antworten zu geben. Antworten, die von den protestierenden Bürgern erwartet und jetzt sogar gefordert werden. ... Die politische Kultur des Berlusconi-Populismus, die das Land nach Rechts radikalisiert hat, ist am Ende. Denn sie hat sich daran gewöhnt, das Volk nur als Grundlage ihrer Macht anzusehen. ... Diese Kultur kann öffentlich angefochten werden, mit der Stimme der Bürger, mit Wahlen."
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Alle verfügbaren Texte von » Ezio Mauro
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