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Adevărul - Rumänien | Mittwoch, 1. Dezember 2010

Rumänien plant unsinnige Roma-Umbenennung

Roma-Verbände haben am Dienstag in Bukarest gegen einen Gesetzesentwurf der Regierungspartei PDL demonstriert, wonach im offiziellen Sprachgebrauch das Wort Roma wieder durch das Wort Zigeuner ersetzt werden soll. Damit soll eine Verwechslung mit dem Wort Rumänen oder der italienischen Stadt Rom vermieden werden. Das ist Unsinn, findet die Tageszeitung Adevărul: "Die Benutzung bestimmter Wörter per Gesetz zu verfügen, ist ein autoritärer Denkansatz. Mussolini hat in der Zeit des Faschismus versucht, den Italienern die Verwendung bestimmter Ausdrucksformen vorzuschreiben. Ebenso Ceauşescu, der ein Dekret erlassen hatte, dass wir uns mit 'Genosse/Genossin' ansprechen sollten. ... Es kam nichts dabei heraus. Die Leute sprachen, wie ihnen der Schnabel gewachsen war. Nur waren Mussolini und Ceauşescu Anführer diktatorischer Regime. Herr Prigoană [von der PDL] ist Abgeordneter in einer Demokratie. Seine gesetzliche Posse könnte viele Anhänger finden. Hierin liegt das Problem. Aber das ist unser Problem und nicht das des Herrn Silviu Prigoană."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 1. Dezember 2010

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