Lietuvos rytas - Litauen | Dienstag, 7. Dezember 2010
Litauen vergrault AKW-Investor
Der staatliche südkoreanische Energiekonzern Kepco hat sich als letzter Teilnehmer aus dem Bieterverfahren um den Bau eines neuen Atomkraftwerks in Litauen zurückgezogen. Damit steht das Land ohne den hierfür notwendigen strategischen Investor da, kritisiert die Tageszeitung Lietuvos Rytas: "Energieminister Sekmokas hat erst kürzlich noch von 25 Interessenten erzählt, die sich um die Beteiligung an dem Projekt balgten. Jetzt, nach dem Fiasko, hat es der Minister nicht einmal gewagt, persönlich vor die Öffentlichkeit zu treten, sondern hat dies seinem Stellvertreter überlassen. ... Warum auch sollte ein privater Investor das Risiko eingehen, fünf Milliarden Euro in einem Land einzusetzen, in dem es sich die Regierung erlauben kann, keinerlei Kontinuität bei der Energiepolitik zu zeigen, und in dem der Strompreis einfach nur deshalb gesenkt wird, damit sich ein einzelner Minister profilieren kann?"
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