Ir - Lettland | Freitag, 10. Dezember 2010
Pekings Einfluss erreicht Moskau
China protestiert gegen die Verleihung des Friedensnobelpreises an den Dissidenten Liu Xiaobo, hat aber auch weitere Staaten zum Boykott der Zeremonie angestiftet, kritisiert die Onlinezeitung Ir: "Die diplomatischen Bemühungen Pekings sind nicht folgenlos geblieben. Die Vertreter von rund 20 Staaten bleiben der Veranstaltung fern, und es handelt sich dabei um mehr oder weniger undemokratische Staaten wie Saudi-Arabien, Venezuela, Kasachstan oder Vietnam. … Es gibt eine ganze Reihe von Ländern, in deren Ideologie Menschenrechte keinen Wert darstellen, sondern vielmehr das Gegenteil, und sie würden ihren Botschaftern auch ohne Aufforderung Chinas verbieten, an der Ehrung eines Menschenrechtsaktivisten teilzunehmen. Besonders bemerkenswert ist jedoch, dass auch Russlands Botschafter in Norwegen nicht unter den Gästen ist, angeblich wegen einer Dienstreise. Aber das ist kein Anlass, der sich nicht verschieben ließe, und die Preisverleihung findet jedes Jahr am 10. Dezember statt, dem Tag der Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte."
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