De Standaard - Belgien | Freitag, 10. Dezember 2010
Menschenrechte sind universell
China hat alles daran gesetzt, um die Verleihung des Friedensnobelpreises an den Dissidenten Liu Xiaobo am heutigen Freitag in Oslo zu sabotieren. Doch langfristig wird auch China Menschenrechte zulassen müssen, meint die Tageszeitung De Standaard: "China steht vor einer äußerst schweren Aufgabe, um auch in den kommenden Jahren wirtschaftliches Wachstum und politische Stabilität im Gleichgewicht zu halten und ein Chaos zu vermeiden. Das ist nicht selbstverständlich vor dem Hintergrund der drohenden Überalterung durch die Ein-Kind-Politik, der zunehmenden Kluft zwischen Arm und Reich, eines fehlenden guten sozialen Netzes, wegen der Korruption und der wachsenden Umweltprobleme. Außerdem ist es eine Tatsache, dass Menschen, deren Lebensstandard steigt und die eine Mittelklasse bilden, langfristig auch politische Rechte einfordern werden. Menschenrechte sind nicht westlich, sondern universell. China kann verhindern, dass der Nobelpreis heute verliehen wird, aber nicht, dass die Flüsse zum Meer strömen."
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