Navigation

 

Home / Medienindex / Artikel / Auswahl

Standart - Bulgarien | Montag, 13. Dezember 2010

Sofia machtlos gegen Pferdekarren

Die vornehmlich von Roma als Verkehrsmittel benutzten Pferdekarren sollten aus den Straßen der bulgarischen Hauptstadt verschwinden, versprach Sofias Bürgermeisterin Jordanka Fandakova bei ihrem Amtsantritt vor einem Jahr. Doch die lästigen Verkehrsmittel sind immer noch da, entrüstet sich die Tageszeitung Standart: "Das Problem stellt sich als außerordentlich interessant dar. Nichtregierungsorganisationen haben sich gegen den Versuch gestellt, die Pferdekarren aus Sofia zu verbannen. Eine versucht sogar, die Stadt wegen Diskriminierung zu verklagen. Auf eine juristisch abenteuerliche Weise wurde so das Pferdekarren-Problem auf die Ebene der Minderheitenrechte übertragen. Als würden Bulgaren keine Pferdekarren fahren und als würde das Verbot es den Roma unmöglich machen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Wie kann es sein, dass eine so einfache staatliche Maßnahme auf diese Weise verhindert wird, nur um die Rechte der Pferdekarren-Minderheit zu schützen? Dahinter mögen gute Absichten stecken, aber das Ganze lenkt vom Hauptproblem ab - das Recht der Menschen, sich frei zu bewegen, ohne Misthaufen, ohne Stau und ohne Unfälle, verursacht von Verkehrsmitteln, die aus dem 18. Jahrhundert stammen."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 14. Dezember 2010

Weitere Inhalte