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Világgazdaság - Ungarn | Mittwoch, 15. Dezember 2010

Joseph E. Stiglitz über sinnvolle Alternativen zur staatlichen Rosskur

Nach der Krise sehen sich viele Länder zu drastischen Sparmaßnahmen gezwungen, doch die angemessene Antwort auf die Krise sieht anders aus, meint der Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph E. Stiglitz in der Wirtschaftszeitung Világgazdaság: "Im Anschluss an die große Rezession verzeichnen die Staaten nun beispiellose Defizite. ... In vielen Ländern führt dies zu neuen Sparmaßnahmen. ... Wer aber auf einen großen Defizitabbau hofft, wird bitter enttäuscht werden, da der Konjunkturrückgang die Steuereinnahmen drücken und die Nachfrage nach Arbeitslosenversicherung und Sozialleistungen steigern wird. ... Es ist relativ einfach, einen Plan zum Defizitabbau zu formulieren, der die Effizienz steigert, das Wachstum stützt und die Ungleichheit reduziert. ... Erstens sollten die Ausgaben für öffentliche Investitionen mit hohem Ertrag erhöht werden. ... Zweitens müssen die Militärausgaben gekürzt werden. ... Es folgt die Notwendigkeit, Wohlfahrtsmaßnahmen für Unternehmen abzuschaffen. ... Auch die Schaffung eines gerechteren und effizienteren Steuersystems ist notwendig, indem die Sonderbehandlung von Kapitalgewinnen und Dividenden abgeschafft wird. Warum sollten diejenigen, die für ihr Geld arbeiten, höhere Steuersätze bezahlen müssen als diejenigen, die ihren Lebensunterhalt mit Spekulationen verdienen, die häufig auf Kosten anderer gehen?"

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 15. Dezember 2010

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