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La Repubblica - Italien | Donnerstag, 16. Dezember 2010

Roberto Saviano geißelt gewaltbereite Demonstranten

Der Sachschaden, den die Ausschreitungen während der Kundgebungen gegen Italiens Premier Silvio Berlusconi verursacht haben, beläuft sich auf 20 Millionen Euro. Doch die Gewalt richtet noch einen viel größeren Schaden an, meint der Schriftsteller Roberto Saviano in der linksliberalen Tageszeitung La Repubblica: "Wer auf der Kundgebung in Rom einen Stein geworfen hat, hat die Hand gegen die Demonstranten erhoben, wer einen Geldautomaten beschädigt hat, fügt denjenigen Schaden zu, die für ein neues Land, eine neue politische Klasse, neue Ideen eintreten. Jede gewalttätige Geste ist eine zusätzliche Stimme für die Regierung Berlusconi beim Misstrauensvotum. Helme, Schlagstöcke, brennende Autos, vermummte Gesichter - all das ist denjenigen fremd, die ein anderes Italien zeigen wollen. ... Die Regierung wird mit allen Mitteln versuchen, der Bewegung ihre Legitimität abzusprechen, sie wird versuchen, die Jugendlichen und ihre Eltern mit einer klaren Botschaft zu terrorisieren: Wenn ihr sie zur Kundgebung auf die Straße schickt, werden sie blutüberströmt und gewaltberauscht heimkehren. ... Wir dürfen nicht zulassen, dass wenige Hundert Schwachköpfen sich eines Protestmarsches von Abertausenden Menschen bemächtigen und ihn ruinieren."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 16. Dezember 2010

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