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Neatkarīgā - Lettland | Mittwoch, 22. Dezember 2010

Belarus darf eigenen Weg gehen

In Belarus sind die Massenproteste gegen die manipulierte Wahl von Präsident Alexander Lukaschenko brutal niedergeschlagen worden und Gerichte haben in Eilverfahren fast 600 Regierungsgegner zu Haftstrafen zwischen fünf und fünfzehn Tagen verurteilt. Doch das Land muss seinen eigenen Weg gehen, meint die nationalkonservative Tageszeitung Neatkarīgā Rīta Avīze: "Die Wähler haben Lukaschenko ihr Vertrauen ausgesprochen, und dieser hat gezeigt, dass es in Minsk keine orangefarbene Revolution geben wird. Aber wie dem auch sei: Belarus ist unser Nachbarland, und wir haben nicht nur eine lange gemeinsame Grenze, sondern auch ein gemeinsames Stromsystem und sind voneinander abhängig: Belarus braucht unsere Häfen und wir die belarussischen Transitgüter. ... Wir müssen uns darin fügen, dass jedes Volk seinen eigenen Weg wählt. Auch müssen wir uns selbst gegenüber ehrlich sein: Das lettische Modell ist nicht ideal und wir können es deshalb anderen auch nicht aufzwingen. Bevor wir andere belehren, müssen wir uns selbst davon überzeugen, dass sich in unserem System jeder sicher und gut aufgehoben fühlt."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 22. Dezember 2010

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