Ir - Lettland | Donnerstag, 23. Dezember 2010
Minsk kann auf Moskau zählen
Wegen der Wahlmanipulationen in Belarus und dem harten Vorgehen des Regimes gegen Demonstranten und Oppositionelle wird Präsident Alexander Lukaschenko vom Westen kritisiert. Doch sein Überleben hängt vom Bündnispartner im Osten ab, meint die Onlinezeitung Ir: "Das politische Tauwetter der letzten Monate ist vorbei, und ein neues ist nicht in Sicht. Das hat Lukaschenko auch selbst auf einer Pressekonferenz unmissverständlich zu verstehen gegeben, als er die Schließung 'schlechter' politischer Parteien und Organisationen ankündigte. ... International gerät Belarus damit zunehmend in die Isolation: Die USA haben bereits angekündigt, das Wahlergebnis nicht anzuerkennen, die EU-Staaten haben sich noch nicht auf einen gemeinsamen Standpunkt geeinigt. Aber Lukaschenko interessiert sich auch nicht mehr sonderlich für den Westen: Das für die Rettung seiner Wirtschaft notwendige Geld bekommt er aus Russland, und der mehrmonatige kleine kalte Krieg zwischen beiden Ländern ist vorbei. Das kam recht überraschend - aber nun weiß Lukaschenko, wer hinter ihm steht, und damit hat er freie Hand."
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