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Der Standard - Österreich | Montag, 3. Januar 2011

Der Euro lebt

Der Beitritt Estlands und die politischen Reaktionen auf die Euro-Krise haben den Euro als Währung gestärkt, meint die linksliberale Tageszeitung Der Standard: "In nur wenigen Monaten wurde die fatale Kopf-in-den-Sand-Politik des vergangenen Jahrzehnts - als jedes Euroland eine eigene Wirtschaftspolitik betrieb und niemand gegenseitige Solidarität einforderte - beendet und durch jene mühsame Suche nach politischen Kompromissen ersetzt, die Europa selbst dann hilflos erscheinen lässt, wenn es entschlossene Schritte setzt. Der Euro mag zwar für viele immer noch als Krisenwährung gelten, aber der Schein trügt: Das Ärgste ist wahrscheinlich vorbei. Der Beitritt Estlands ist ... ein hoffnungsvolles Zeichen, dass der Euro für neue EU-Mitglieder immer noch attraktiv sein kann. ... Während der EMS-Krise von 1992/93 schien das Projekt Währungsunion bereits am Ende. Als die Turbulenzen überstanden waren, zweifelte niemand mehr an seinem Gelingen. Ebenso könnte auch diese Krise dem Gerede vom bevorstehenden Tod des Euro ein für allemal ein Ende bereiten - und Europa insgesamt stärker machen."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 3. Januar 2011

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