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Rzeczpospolita - Polen | Dienstag, 4. Januar 2011

Polen schönt Schuldenstatistik

Die polnische Staatsbank BGK hat vermutlich ein bis zwei Milliarden Euro in einheimische Złoty umgetauscht. Damit will das Land die eigene Währung stärken und verhindern, dass die Schulden die gesetzlich vorgeschriebene Höchstgrenze von 55 Prozent des  Bruttoinlandsprodukts übersteigen. Aber damit ist das Schuldenproblem nicht gelöst, findet die konservative Tageszeitung Rzeczpospolita: "Der Euro-Wechsel am Markt ist eine weitere Maßnahme, um die Schuldenstatistik zu verbessern. Vor zwei Jahren hat sich das Finanzministerium dafür sogar besonderer Finanzinstrumente bedient. Doch das wird wohl nicht noch einmal geschehen, weil die Maßnahme damals von den Investoren nicht sehr positiv aufgenommen wurde. Es ist eine Tatsache, dass man sich zu Krisenzeiten besser etwas transparenter gibt, als allzu sehr zu kombinieren. Die Meldung des Finanzministeriums über den Schuldenstand kann man nur als eine Aktion bewerten, um die Finanzmärkte zu beruhigen."

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