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ABC - Spanien | Freitag, 7. Januar 2011

Kuschen vor dem Finanzier

Während der Europareise des chinesischen Vizepremiers Li Keqiang traut sich kaum jemand, ihn offen auf die Menschenrechtsproblematik anzusprechen, kritisiert die konservative Tageszeitung ABC: "Die chinesischen Befehlshaber reisen mit dem Scheckbuch in der Hand durch die Welt und niemand fragt nach Kleinigkeiten wie Massenexekutionen oder inhaftierten Dissidenten, nicht einmal wenn diese den Friedensnobelpreis bekommen haben. Bei einem Herrn, der kommt um Schulden zu kaufen, ohne unangenehme Nachfragen zu stellen, schaut man nicht auf dessen Gesinnung. Die Chinesen finanzieren die keynesianischen Ausgaben von Obama, retten die französische Raumfahrtindustrie und befreien die spanischen Staatsanleihen von ihrem Druck. Portugal ist noch nicht bankrott, weil China im Dezember ... fünf Milliarden da gelassen hat. Eines Tages werden sie alles gleichzeitig einfordern, und mehr, aber im Moment ist es eben nicht opportun, kleinlich zu sein. Sie haben ein Demokratie- und wir eben ein Haushaltsdefizit. Aber Schwamm drüber."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 7. Januar 2011

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