Der Standard - Österreich | Montag, 10. Januar 2011
Abrüsten in Worten und Gedanken
Die Bluttat in Arizona ist eindeutig auf das vergiftete politische Klima in den USA zurückzuführen, meint die linksliberale Tageszeitung Der Standard. Die Parteien müssen rhetorisch und gedanklich abrüsten: "Es ist nicht so, dass sich die Gegner in Washington stets mit Samthandschuhen angefasst hätten. Aber den gehässigen Ton zwischen den Parteien, die brutale, unbarmherzige Leidenschaft, mit der die politische Auseinandersetzung in den vergangenen Jahren geführt wurde, gab es schon lange nicht mehr. Wenn Arizona ein 'Mekka des Hasses und der Bigotterie' ist, wie es der Sheriff von Pima County nach dem Attentat auf Giffords ausgedrückt hat, dann ist es Washington erst recht. … Wen kann es da wundern, dass diese Saat des Hasses hin und wieder auch aufgeht? … Die Attacke von Tucson … ist ein Mahnzeichen für den neugewählten Kongress in Washington, das zumindest von Politikern einen zivilisierten Umgang untereinander einfordert. Sollte die Attacke von Arizona so etwas wie einen Sinn gehabt haben, dann wohl nur diesen, den Amerikaner vor Augen zu führen, wie nötig eine Abrüstung in Worten und Gedanken ist."
» zum ganzen Artikel (externer Link, deutsch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Politik, » USA
Alle verfügbaren Texte von » Christoph Prantner
» zur gesamten Presseschau vom Montag, 10. Januar 2011