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Ir - Lettland | Mittwoch, 19. Januar 2011

Moskaus Ex-Bürgermeister plant Flucht

Lettlands Innenministerin Lina Mūrniece hat den Antrag auf eine Aufenthaltserlaubnis von Moskaus Ex-Bürgermeister Jurij Luschkow abgelehnt. Die Onlinezeitung Ir findet die Entscheidung richtig, auch wenn Luschkow offensichtlich seine Flucht vorbereitet: "Man kann Luschkow absolut nicht als Person charakterisieren, die gegenüber dem lettischen Staat positiv oder zumindest neutral eingestellt wäre. Das wäre wohl auch zu viel von einem russischen Chauvinisten verlangt, der seine Kindheit und Jugend unter Stalin verbracht hat. Aber wie dem auch sei, Luschkows Vision von Russisch als zweiter Amtssprache in Lettland ist unvergessen. … Er selbst hat indes erklärt, er wolle Russland nicht dauerhaft verlassen und benötige die Aufenthaltsgenehmigung nur, um sich frei im Schengenraum bewegen zu können. Das bedeutet freilich nichts anderes, als dass er sich auf die Flucht vor einem Regime vorbereitet, das ganz in seinem Sinne war, solange er selbst zur Führung gehörte. Es ist nicht mehr wie unter Stalin, als der Verlust eines Amts oft auch mit dem Verlust des Kopfs einherging, aber echte Garantien gibt es nicht."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 19. Januar 2011

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