Adevărul - Rumänien | Freitag, 21. Januar 2011
Rumänien fehlt Wirtschaftsstrategie
Der Chef der IWF-Mission in Rumänien, Jeffrey Franks, hat sich in einem Interview erstmals enttäuscht darüber gezeigt, dass kurz vor Abschluss eines neuen Kredits über 20 Milliarden Euro von IWF und EU die Wirtschaft im Land immer noch nicht anzieht. Die Tageszeitung Adevărul pflichtet ihm bei: "In den vergangenen beiden Jahren ist das Bruttoinlandsprodukt um zehn Prozent zurückgegangen, die Mehrwertsteuer wurde auf 24 Prozent erhöht, die Inflation stieg auf acht Prozent und es wurden 100.000 Jobs im öffentlichen Dienst gestrichen. Das Ergebnis dieser Pein: ein prognostiziertes Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent in diesem Jahr, ... die kleinste Wachstumsrate in Mittel- und Osteuropa. ... Staatschef Traian Băsescu reagiert zwar allergisch auf jene, die sagen, Rumänien habe keine Strategie und keine Vision für die wirtschaftliche Entwicklung - dennoch ist das die Wahrheit. ... Die Dummheit der Regierungsmannschaft von Premier Boc hat Rumänien aus der Bahn geworfen und der Bevölkerung unnötige Leiden beschert. Und was bleibt den Menschen? Zusammen mit Franks enttäuscht zu sein."
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