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De Standaard - Belgien | Montag, 31. Januar 2011

Säkulare Ägypter nicht im Stich lassen

Europa und die USA reagieren viel zu zurückhaltend auf die Ereignisse in Ägypten, kritisiert die Tageszeitung De Standaard: "Durch die unterdrückerische Politik von [Ägyptens Präsident] Mubarak gibt es keine organisierte säkulare Opposition. Das erklärt, warum die USA und die großen Drei der EU - Frankreich, Deutschland und Großbritannien - einen sehr gemäßigten Ton gegenüber dem Präsidenten, 'ihrem Diktator' anschlagen. ... Das Risiko, dass die fundamentalistische Muslim-Bruderschaft über kurz oder lang das Vakuum füllen wird, ist ihrer Ansicht nach zu groß. ... Es sind geopolitische Erwägungen, die man nicht einfach zur Seite schieben kann. Aber da sie nicht stärker auf die Bildung einer Übergangsregierung drängen, ... riskieren die USA und die EU, die Demokratisierungswelle zu untergraben. Der säkulare Ägypter, der schon seit Tagen auf dem Tahrir-Platz sein Leben riskiert, um der Diktatur ein Ende zu bereiten, muss sich vom Westen im Stich gelassen fühlen."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 31. Januar 2011

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