La Repubblica - Italien | Dienstag, 1. Februar 2011
Ashton ohrfeigt Italien erneut
Die EU-Außenminister haben sich am Montag nicht auf eine Erklärung zur Religionsfreiheit und zur Verurteilung der jüngsten Gewalt gegen Christen im Nahen Osten geeinigt. Ein zuvor von Vertretern der 27 EU-Staaten ausgearbeiteter Text scheiterte an der Frage, ob Christen explizit genannt werden sollen. Die Ablehnung des ausdrücklichen Bezugs auf Christen ist eine Ohrfeige für Rom, meint die linksliberale Tageszeitung La Repubblica: "Italien ist es nicht gelungen, die christlichen Gemeinschaften explizit als Opfer der Verfolgungen in die EU-Erklärung aufnehmen zu lassen. Am Ende blieb Außenminister Franco Frattini ... nichts anderes übrig, als die Rücknahme der Erklärung zu fordern. Es ist die x-te Ohrfeige, die die Regierung Berlusconi von EU-Außenministerin Catherine Ashton erhält. Sie folgt unmittelbar auf die Weigerung der EU, Brasilien zur Auslieferung [des Ex-Terroristen Cesare] Battisti an Italien zu drängen. Eine Angelegenheit, die nach Ansicht der EU allein die bilateralen Beziehungen zwischen Italien und Brasilien betrifft."
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Alle verfügbaren Texte von » Andrea Bonanni
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