Hospodářské noviny - Tschechien | Dienstag, 8. Februar 2011
Polen sucht seinen Platz in Europa
Zwanzig Jahre nach seiner Gründung haben die Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs und Polens das sogenannte Weimarer Dreieck am Montag in Warschau wiederbelebt. Das Treffen kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem Polen seinen Platz in Europa sucht, bemerkt die Wirtschaftszeitung Hospodářské noviny: "Die Themen heute sind andere als vor zwanzig Jahren. Damals ging es darum, Polen in Europa einzubinden und seine Zustimmung zur deutschen Wiedervereinigung zu erlangen. Heute weiß Polen nicht so recht, ob es ein großes oder ein kleines Land ist. Und das ist die Quelle gewisser Spannungen innerhalb der politischen Führung und der Bevölkerung wie auch bei den Beziehungen zu den Großmächten der EU und zu den unmittelbaren Nachbarn. In letzter Zeit hat sich das Verhältnis zu den Nachbarn schrittweise abgekühlt. Aus einer in der vergangenen Woche veröffentlichten Meinungsumfrage geht dagegen hervor, dass zu den beliebtesten Völkern unter den Polen die Tschechen mit 51 und die Slowaken mit 49 Prozent gehören. Das sind höhere Sympathiewerte als die Polen traditionell selbst gegenüber den US-Amerikanern haben, die derzeit bei 43 Prozent liegen."
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