De Tijd - Belgien | Donnerstag, 10. Februar 2011
Größer ist nicht immer besser
Die geplante Fusion der Börsen in Frankfurt und New York zeigt, dass die Konsolidierung auf dem Börsenmarkt trotz großer Risiken weitergeht, meint die Wirtschaftszeitung De Tijd: "Die Erweiterung bringt sicher Synergievorteile mit sich. Die neue Einheit wird vor allem beim Handel sekundärer Produkte stark sein und beim Abwickeln von Transaktionen. ... Aber größer ist nicht immer besser, das haben die Finanzinstitute in der Krise von 2008 erlebt. Die wichtigste Sorge wird sein, dass die ausufernden Börsenplattformen unter allen Bedingungen weiter funktionieren können. Bleibt noch die Feststellung, dass es der etwas langweiligen Deutschen Börse in Frankfurt gelungen ist, sich die Mutter aller Börsen einzuverleiben, die Wall Street. Das erinnert an die Fußballweisheit, dass Fußball ein Spiel mit 22 Spielern ist, das die Deutschen am Ende immer gewinnen. Die Börsenversion kann lauten, dass die Fusionswelle in der Börsenwelt die Zahl der Spieler ständig verringert, aber dass die Deutsche Börse am Ende die größten Taschen hat."
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