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La Repubblica - Italien | Montag, 14. Februar 2011

Roms Mitschuld an Flucht der Tunesier

Als Folge des Umsturzes in Tunesien haben in den vergangenen Tagen mehrere Tausend tunesische Flüchtlinge die italienische Insel Lampedusa erreicht. Rom hat die Situation mitverschuldet wegen eines fragwürdigen Abkommens gegen illegale Einwanderung mit Libyen, meint die linksliberale Tageszeitung La Repubblica: "Im Meer von Lampedusa enden die Opfer einer gesamten politischen Ära, die von der Zusammenarbeit Roms mit Muammar al-Gaddafi und von der Verrohung unserer Gesellschaft gekennzeichnet ist. ... Die Politik hat eine von gesellschaftlichen Trümmern und menschlichen Opfern übersäte Landschaft hinterlassen. Von den Toten der Überfahrten über die willkürlichen Abschiebungen, die sämtlich in libyschen Gefängnissen endeten, bis hin zu illegalen Einwanderern, die der Ausbeutung und dem Menschenhandel ausgeliefert sind. ... Man kann erkennen, dass diese Situation einerseits das Resultat einer Entfernung von Europa und andererseits der immer engeren Bindung an Gaddafi ist, den wir zum Wächter unserer Küsten befördert haben. Dafür versorgen und bezahlen wir ihn mit Waffen."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 14. Februar 2011

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