Delo - Slowenien | Donnerstag, 17. Februar 2011
Damijan Slabe über die krisenbedingte Dreiteilung Europas
Der Streit um den Weg Europas aus der Krise wird das Bild Europas radikal verändern, meint Damijan Slabe in der Tageszeitung Delo: "Denn aufgrund der Streitereien um die Rettung des Euro, sei es eine 'Wirtschaftsregierung' oder nur 'verstärkte wirtschaftliche Zusammenarbeit', zeichnen sich mindestens drei neue Europas ab. Die erste Grenze läuft durch die Staatengemeinschaft der 27 zwischen den Ländern mit dem Euro und den zweitklassigen ohne ihn. ... Doch auch innerhalb der Eurogruppe bilden sich bereits zwei untereinander zerstrittene Lager, die sehr unterschiedliche Haltungen zur Rettung aus der Krise haben. Für die einen ist das Eingreifen Brüssels in Wirtschaft, Wettbewerbsfähigkeit und die Sozialpolitik die einzige Lösung, obwohl das selbst nach dem Lissabon-Vertrag immer noch Innenpolitik ist und somit Tabu. Für die anderen ist ein solches Eingreifen inakzeptabel, vor allem wenn es nach Bevormundung durch wenige Länder aussieht."
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