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Sega - Bulgarien | Sonntag, 20. Februar 2011

Monitoring hilft EU-Neulingen nicht weiter

Der am Freitag veröffentlichte Zwischenbericht der EU-Kommission für die Bereiche Justiz und Kriminalitätsbekämpfung bescheinigt Bulgarien und Rumänien kaum Fortschritte. Die Tageszeitung Sega zweifelt am Sinn des Monitorings und fürchtet um die Zukunft der beiden EU-Neulinge: "Die fehlenden Ergebnisse des EU-Monitorings dienen bereits als Vorwand für die immer härter werdende Politik gegenüber Bulgarien und Rumänien. Nationalistische Kräfte aus Deutschland, Frankreich, Niederlande, Belgien und anderen Staaten bemühen sich zusehends, die beiden Länder an den Rand der Gemeinschaft zu drängen. ... Die Seifenoper über die zwei Sünderinnen steuert also keinem Happy End zu. Im Gegenteil: Die Handlung zieht sich in die Länge und strapaziert die Nerven der Produzenten. ... Bulgarien und Rumänien sollten nicht schmollen, wenn die EU-Show in einem anderen Format ohne sie weitergeht. Denn heute müssen sie auf den Beitritt zur Euro-Zone und zum Schengen-Raum verzichten und morgen vielleicht auf andere Bereiche der engeren Zusammenarbeit. Bis sie eines Morgens aufwachen und feststellen, dass sie sich neu bewerben müssen für eine EU, die ganz anders aussieht."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 21. Februar 2011

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