Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | Dienstag, 22. Februar 2011
Deutschland stärkt Kinderförderung
Nach wochenlangem Streit haben sich Deutschlands Regierung und die oppositionellen Sozialdemokraten auf eine Erhöhung der Arbeitslosenunterstützung um insgesamt acht Euro pro Monat ab dem kommenden Jahr geeinigt. Für Kinder von Geringverdienern gibt es Zuschüsse für warmes Mittagessen und kostenlose Vereinsmitgliedschaften. Die konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung begrüßt das: "Wenn mit vierhundert Millionen Euro mehr Ruhe in die Schulen gebracht werden kann und mehr Kinder ein ordentliches Essen erhalten, ist das ein Gegenmittel gegen die Ausweitung desolater Lebensverhältnisse, die nicht zuletzt wegen der Bedingungen des Arbeitsmarktes um sich greifen. ... Sogar der Mindestlohn, der für weitere 1,2 Millionen Arbeitnehmer beschlossen wurde, kann sich beim Umgang mit Kindern niederschlagen: Wer nicht mehrere Arbeitsstellen braucht, um über die Runden zu kommen, hat in der Theorie mehr Zeit für Familienaufgaben. Nach Konjunkturpaketen, der Abwrackprämie und der Bankenrettung macht sich nun die Einsicht breit, dass auch die Familien ... für den Staat systemisch sind."
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