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Neue Zürcher Zeitung - Schweiz | Mittwoch, 23. Februar 2011

Streik in Brüssel ungerechtfertigt

In Brüssel haben die Bahnangestellten vergangene Woche ihre Arbeit niedergelegt nach einer Prügelei zwischen dem Fahrer einer U-Bahn und einem Fahrgast. Die liberal-konservative Neue Zürcher Zeitung zeigt wenig Verständnis für den Streik, da nicht der Gast, sondern der Fahrer zuerst zuschlug: "Der Grund für den Streik des öffentlichen Verkehrs in der Stadt, die sich gerne als 'Hauptstadt Europas' verkauft, war ... kein Streit über Besoldung oder Arbeitszeiten. Es war eine Schlägerei, die am Vorabend in einer Metrostation zwischen einem Chauffeur und einem Passagier ausgebrochen war. Da es immer wieder vorkommt, dass Personal von öffentlichen Verkehrsmitteln verbal oder auch handgreiflich attackiert wird, reagieren die Angestellten bei solchen Vorfällen sehr empfindlich - wofür man ein gewisses Verständnis aufbringen kann. Doch die Auswertung der Videoaufnahmen zum Vorfall zeigte unmissverständlich: Den ersten Faustschlag teilte der Chauffeur aus, nicht der Passagier. Trotzdem waren sich die Brüsseler Verkehrsbetriebe nicht zu schade, ihr 'vollstes Verständnis' für den wilden Streik herauszuposaunen."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 24. Februar 2011

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